Fall Sven: Unheimliche Parallelen zum Fall König

Der WDR berichtete unlängst von einem Fall, dessen Unrechtspotential dasjenige, das den Fall König auszeichnet, erreicht und in vielen Punkten diesem ähnelt.

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/polizeigewalt-116.html

Was war passiert?

Hier im Schatten des Kölner Doms begann der schlimmste Tag seines Lebens. der 3. Juli 2016. Sven will nur zur Toilette, in diesem Schnellrestaurant. Vor ihm werden zwei Frauen bedrängt. Er versucht zu helfen, dann kommt es zu einer Rangelei. Die Mitarbeiter rufen die Polizei.
Sven: „Ich weiß nur, dass das alles sehr schnell ging, dass irgendein Polizeibeamter direkt auf mich zukam, sehr aggressiv – so sind meine Erinnerungen. Und dann kam es schon eigentlich wahrscheinlich zu dem Schlag.“
Sven geht zu Boden, wird nach draußen geschleppt und getreten.
Sven: „Und dann kam dann ein Polizist, der hat dann mich ins Gesicht geschlagen und hat gesagt, das brauchst du doch, Schwuchtel!“
Die Folge: schwere Blutergüsse. Sven wird grundlos eingesperrt, auf der Wache wird ihm zu Unrecht Blut abgenommen. Mitten in der Nacht setzen sie ihn in Unterwäsche vor diese Hintertür. Seine Kleidung ist unerklärlicherweise klatschnass. Doch es kommt noch schlimmer. Eine Oberstaatsanwältin klagt nicht die gewalttätigen Polizisten an, sondern ihn – wegen angeblichen Widerstands.

WDR

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Frau *** wird schon dafür sorgen, dass Herr König in der Forensik landt, sich umbringt oder der Polizei einen Grund liefert, diesen zu erschießen

Aussage eines neutralen Zeugen gegenüber dem BVerfG

Das erinnert an die Aussagen eines Zeugen im Fall König, der einen Polizeibeamten zitiert wie folgt:

Ich habe am Freitag, den 19.02.2021 gegen Mittag, Herrn Markus König zum Einkaufen beim Penny in Rechtenbach begleitet, wobei ich draußen gewartet habe. Als Herr König aus dem Markt rausgekommen ist, kam diesem noch im Eingangsbereich ein Polizist entgegen (drei Sterne) und dieser schrie Herrn König sofort lautstark an, dass dieses jetzt der Beweis dafür wäre, dass Herr König nicht in Frankreich, sondern in Deutschland wohnen würde. Als Herr König entgegnete, dass in diesem Penny ca. 90% der Kunden aus Frankreich kommen würden, meinte der Polizist, dass Frau *** schon dafür sorgen würde, dass Herr König in der Forensik landen wird, sich umbringt oder der Polizei einen Grund liefert, diesem eine Kugel in den Kopf zu jagen. Herr König hat den Polizisten dann stehen lassen und zu mir gesagt, dass dies der Herr *** von der Wache in Bad Bergzabern gewesen sei

Was ist los in diesem Land? Warum bedarf es im Fall Sven einer mutigen Polizeischülerin, um das Unrecht aufzuhalten? Und warum reicht das nicht, trotz Information eines Ministers die Staatsanwaltschaft zur Einsicht zu bewegen?
Warum gibt es im Fall König nur Justizangehörige, die dieses Unrecht nicht mitmachen, während die Polizei tut was man von ihr (staatsanwaltschaftlicherseits) verlangt?

Christian Wulff, Ex-Bundespräsident hat es stark zusammengefasst:

face

Mir ist mehr Unrecht getan worden, als ich je Unrecht getan habe.

Christian Wulff

Update: Wie wir aus sicheren Quellen erfahren haben, hat sich der Polizeibeamte B**** inzwischen bei Herrn König entschuldigt. Er sei das eine oder andere Mal wohl über das Ziel hinausgeschossen. Nun müssten den Worten einfach mal Taten folgen.

Kommentare (2)

  1. Carola kovh

    Ein erster,richtiger schritt.

  2. […] Fall Sven: Unheimliche Parallelen zum Fall König Juni 9, 2021 […]

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